hoher Anteil an der US-Ölgewinnung durch Fracking

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(Zyklische) Autowerte unter Druck

Unter den EU-Börsen steht vor allem der deutsche Aktienmarkt unter Druck, allen voran die deutschen Autobauer (BMW -11,1, Daimler -10,6 und VW -15,0 Prozent in den vergangenen drei Monaten, verglichen mit dem DAX mit -0,1 Prozent). Die Anleger amerikanischer Autowerte hingegen scheinen erst seit den vergangenen Tagen zu realisieren, dass die US-Autobauer zwischen 25 und 30 Prozent ihrer Bauteile für die Produktion importieren und somit ebenfalls von den Handelssanktionen betroffen sein werden. Sollte die Lieferkette der (nun teureren) Bauteile unterbrochen oder nur teilweise erfüllt werden, gehören auch Autohersteller wie Ford Motor und General Motors zu den Verlierern. Im vergangenen Quartal performten die Aktien -0,8 bzw. +5,6 Prozent.

Nur wenige positive Meldungen

  • Nach Verhängung der Exportzölle durch die USA sorgt sich China um seine Wirtschaft. Im zweiten Quartal stieg das Bruttosozialprodukt Chinas “nur noch” um +6,7 Prozent (yoy) nach drei Quartalen mit je +6,8 Prozent (yoy). Die Regierung versucht, einen zusätzlichen Rückgang des Wachstums um bis zu 0,5 Prozent als Folge der US-Handelshürden mit Stimulusprogrammen sowie über den Binnenkonsum aufzufangen. In der Tat steigen Chinas Konsumausgaben, sind doch Chinas Löhne und Gehälter in den vergangenen 12 Monaten um 8,0 Prozent gestiegen. Die chinesischen Börsen dürften nach dem Kursrutsch seit End Januar (Shanghai Composite -21,9 Prozent) konsolidieren

In 2018 sollen in den USA im Durchschnitt bereits 10,8 Mio. Barrel/Tag gefördert werden, was eine Steigerung von 1,8 Mio. Fass/Tag (+ 20 Prozent zum Vorjahr) bedeutet. Diese Förderung würde höher zu liegen kommen als die Produktion von Saudi Arabien und Russland mit je 10 Mio. Fass/Tag. Die grösste US-Produktionszunahme erfolgt über das Fracking. Da die Erdölgewinnung über das Fracking zwischen USD 60 und USD 70/Fass, also ungefähr dem aktuellen Marktpreis ausmacht, ist ein tieferer Ölpreis nicht im Sinne der Francking-Industrie

Iran

Im Zuge der Sanktionen dürfte die aktuelle Ölproduktion Irans on rund 2,060 Mio. Fass/Tag auf rund 700.000 Barrel/Tag einbrechen und für den Weltmarkt keine Rolle mehr spielen.

Text und Bild (Autowerte): Radovan Milanovic
Bild Fracking: pixabay, Creator: jwigley

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